Eigentlich war er ein Schnitzer, doch seine Arbeiten waren grob und seine Masken brachten nicht die Ausstrahlung oder den Schrecken den sie verbreiten sollten. So bekam er immer weniger Aufträge und zum Schluss verzierte er nur noch die kleinen Kalebassen, die als Trinkgefäße für den Palmwein verwendet wurden. Doch immer weniger wurde der Verdienst und so begab er sich immer öfters auf Diebestour. Diese Eigenschaft schien er von seinem Vater geerbt zu haben, denn dieser war als Dieb in der ganzen Gegend verschrien. Auch der Sohn war ziemlich geschickt und die wenigen Anklagen vor dem Stammesgericht brachten ihm nur kleinere Strafen ein.
Doch dann passierte etwas ungeheuerliches. Er verkaufte ein großes Stück Land, das zwar von seiner Familie bebaut wurde aber der Dorfgemeinschaft gehörte, an einen Rechtsanwalt. Es kam zu großen Streitereien innerhalb der Gemeinschaft, doch der Rechtsanwalt wollte das Land nicht zurück geben, obwohl er schon vor dem Kauf gewusst hatte, dass es Gemeinschaftsland war. Kurze Zeit später ging der Dieb nachts wieder auf Diebestour, doch in dem Haus, in das er einsteigen wollte, war der Eigentümer durch ein Geräusch wach geworden. Er hatte sich mit seiner Machete auf die Lauer gelegt und als der Dieb zum Fenster herein kam, blitzschnell zugeschlagen. Er erwischte ihn mit dem scharfen Messer genau an der Halsschlagader und der Dieb verblutete auf der Stelle.