In Nigeria ist einfach alles größer. Das Land ist größer, die Papaya sind größer, die Ananas, die Buschratten, die Jams und natürlich auch die Kokosnusshamster. Diese grau-braunen Gesellen gibt es nur noch in der Nähe von Owerri und diese Nager erreichen eine Größe von fast 40 cm. Da es in Nigeria ja nie kalt wird, brauchen die Hamster dort auch keinen Winterschlaf zu halten und werden dort zu einer richtigen Plage. Sie sind vor allem nachts aktiv. Sie klettern auf die Kokospalme, um die noch grünen Nüsse am Stiel abzunagen. Die Nüsse fallen mit dumpfem Ton auf den Boden und die Tiere versuchen sie durch rollen in ihren Bau zu schaffen. Die Kokosnusshamster lieben das frische Fruchtfleisch und die süße Flüssigkeit. Sie nagen die noch grüne Außenschale und die weiche Nussschale auf, um dann alles zu verzehren. Einen Nachteil hat die Geschichte, durch den frischen Saft fängt das Ganze in ihrem Magen an zu gären und die Tierchen werden fürchterlich betrunken. Dann liegen sie in ihrem Bau und man hört ihr Schnarchen bis an die Oberfläche. Die Leute graben dann den Bau auf und fangen die betrunkenen und schlafenden Hamster. Auf dem Feuer gegrillt schmeckt das Fleisch ganz toll nach Kokosnuss. Obwohl viele Hamster gefangen werden, sind die Kokosnusspalmen immer weniger geworden, da kaum noch Nüsse übrig bleiben. Nur manchmal vergessen die Hamster irgendwo doch eine Nuss und dann wächst wieder eine vereinzelte neue Kokospalme. |