Wenn am Sonntag alle Leute in der Kirche weilten, machte sich der Mann auf den Weg, um den Menschen im Dorf die reifen Palmnüsse zu stehlen. Da die Kirche ziemlich lange dauerte, hatte er genügend Zeit, sich die besten Palmen auszusuchen. Manchmal nahm er seinen kleinen Sohn mit, der ihm beim Tragen der Palmnüsse helfen musste. Seine Frau wunderte sich zwar , dass immer nach ihrem Besuch in der Kirche frische Palmnüsse da waren, aber ihr Mann hatte gute Ausreden parat und so gab sie sich damit zufrieden. Als er eines Sonntags wieder einmal alleine unterwegs war, übersah er im Eifer etwas sehr wichtiges. Der Besitzer einer Palme hatte ein kleines Fläschchen mit Medizin und einen roten Fetzen Stoff in den Büschen unter der Palme angebracht. Als der Dieb die Palme hochkletterte und die reifen Palmnüsse abschlagen wollte, rutschte er ab und stürzte in die Büsche. Die recht starken Stöcke durchbohrten den Mann und er war gefangen.
Als nach dem Gottesdienst schon alle Leute zu Hause waren und der Vater noch nicht aufgetaucht war, machte sich der Sohn auf die Suche. Er fand dann schließlich den aufgespießten Vater und alle im Dorf wussten, wer ihnen immer die Palmnüsse gestohlen hatte. Der Mann starb nach einigen Tagen unter grässlichen Schmerzen und man begrub ihn unter einer Palme. Die Frau zog später zu ihrem 1. Sohn, doch jede Nacht schrie sie, ihr verstorbener Mann würde sie nicht in Ruhe lassen. Erst nach dem ein Dibia das Grab mit starken Ketten umspannt hatte, konnte sie nachts Ruhe finden. Als man jedoch später an dem Platz auf dem das Grab lag, die Palmen rodete um dort eine Firma anzusiedeln, ließen sich alle Palmen absägen, bis auf die Palme die am Kopf des Grabes stand. Die erste und zweite Kettensäge des Arbeiters ging zu Bruch. Als er voller Wut die dritte Säge zur Hand nahm, rutschte ihm die Säge ab und er schnitt sich tief in den linken Fuß Auf dem gerodeten Platz brannte plötzlich neben der einzigen Palme ein Licht. Alle Leute machten einen großen Bogen um diese Stelle und alle fürchteten sich sehr. Man holte daraufhin wieder den starken Nativdoktor. Dieser ließ die Leiche des Mannes ausgraben. Der Kopf des Toten war auch nach den langen Jahren vollkommen intakt. Der Nativdoktor trennte den Kopf des Mannes ab und ließ ihn verbrennen. Danach ließ sich die Palme abholzen und es brannte auch kein Licht mehr in der Nacht. Die Leute konnten wieder unbesorgt diesen Weg gehen und nach den langen Jahren wurde doch noch die Fabrik gebaut.