Der Glaube an die Wiedergeburt ist im Igbo-Land stark verbreitet. Man schließt vom Aussehen des Neugeborenen und von bestimmten Merkmalen auf einen verstorbenen Verwandten oder Familienangehörigen, der wieder in diese Welt zurück gekommen ist. In Zweifelsfällen wird der „ Dibia „ befragt, der dann seine Kauris, Knochen und Geld wirft und dann ganz genau erklärt wer wieder in die Familie heimgekehrt ist. Die Kinder werden dann noch mehr verhätschelt und mit dem Zusatznamen der Toten versehen, so leben diese in ihren Familien weiter.
Vor jedem Meeting oder jeder Familiendiskussion wird zu den Vorfahren gebetet. Es wird Schnaps auf die Erde geschüttet, damit sie teilhaben und bei diesem Gespräch anwesend sein mögen. In einer Familie hatten zwei Brüder ständig Streit, der einfach nicht beizulegen war. Alle Schlichtungsversuche der Nachbarn und der Familie brachten keinen Erfolg. Der eine Bruder erhängte sich eines Tages vor seiner Hütte mit einem Kälberstrick. Einige Jahre später bekam der noch lebende Bruder einen Sohn der mit heraushängender Zunge und starken Würgemalen am Hals geboren wurde. Der Junge musste ständig betreut und gefüttert werden und die ganze Familie wurde immer an den erhängten Bruder erinnert, den man damals mit heraushängender Zunge gefunden hatte.